Wo kommt Taekwondo her?

Taekwondo ist sowohl eine uralte koreanische Kampfkunst der waffenlosen
Selbstverteidigung als auch ein relativ neues modernes Kampfsystem. Wandmalereien in
Gräbern im Norden Koreas (ca. aus dem Jahre 37 v.Chr.) zeigen heute noch übliche
Taekwondo Techniken und dokumentieren, dass zumindest Taekwondo-ähnliche
Kampfpraktiken bereits vor über 2000 Jahren in Korea bekannt waren. Man geht jedoch
davon aus, daß es Taekwondo (wenn auch nicht in der Form wie wir es heute kennen)
bereits seit der Gründung Koreas im Jahre 2333 v.Chr. gibt. Durch das Auf und Ab der
zahlreichen koreanischen Dynastien war die Kampfkunst mal mehr, mal weniger populär,
hielt sich aber (sogar trotz zwischenzeitlicher Verbote) immer wieder aufrecht. Dabei
wurden manchmal mehr Schwerpunkte auf die Fausttechniken, manchmal mehr
Schwerpunkte auf die Fußtechniken gesetzt.

Neu systematisiert und unter dem Namen Taekwondo vorgestellt wurde es allerdings erst
1955 von dem koreanischen Generalmajor a.D. Choi Hong Hi. Choi Hong Hi (Träger des
9. Dan und ehemaliger Präsident der ITF, der leider am 15.Juni 2002 verstorben und in
Pyongyang begraben ist) entwickelte die Hyongs, die heute noch praktiziert werden.
Taekwondo erinnert auf den ersten Blick etwas an das japanische Karate, unterscheidet
sich davon jedoch z.B. durch weniger tiefe Stellungen und im besonderen durch die
stärkere Betonung der Fußtechniken.

Zusammengefaßt ist Taekwondo eine Art der unbewaffneten Selbstverteidigung. Sie kann
von jedem Menschen jeden Alters, männlich oder weiblich, erlernt werden und bietet
demjenigen eine Vielzahl von Techniken an, der sie erlernen möchte. Diese Vielseitigkeit
wird von keiner artverwandten Disziplin erreicht. Im Kampf werden eine Reihe von
Körperteilen als Schlag- und Stoßwaffen angewendet. Jedoch gehen alle Bewegungen
vom Grundgedanken der Selbstverteidigung aus.

Daten seit 1955:

* 11.04.1955 der Begriff Taekwondo wird von Choi Hong Hi vorgestellt
*
29.10.1963 Taekwondo war erstmals Disziplin bei den jährlich stattfindenden Nationalen Sportfestspielen
*
1965 Taekwondo kam nach Deutschland
* 22.03.1966 die ITF (International Taekwondo Federation) wurde gegründet
* 1968 die erste deutsche Meisterschaft
* 28.05.1973 die WTF (World Taekwondo Federation) wurde gegründet
* 25.-27.5.1973 die 1. Weltmeisterschaften in Seoul
* 1976 die 1. Europameisterschaft in Amsterdam
* 09.04.1976 erfolgt die Anerkennung durch das International Military Sports Council (CISM)
* 17.06.1980 Anerkennung durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) in Moskau
* 24.07-02.08.1981 die 1. World-Games in Santa Clara/USA
* 12.08.1983 Aufnahme als offizielle Sportart der Pan-American-Games, ein Jahr später offizielle Sportart der
Asian Games
* 03.-05.07.1986 1. World Cup in Colorado Springs/USA
* 17.-20.09.1988 Vorführungsdisziplin bei den 24. Olympischen Spielen in Seoul
* 2000 Taekwondo ist olympische Disziplin und nimmt an den Olympischen Spielen in Sydney teil

5 Säulen des Taekwondos


Höflichkeit (Ye U)

Die Taekwondo-Schüler sollen stets versuchen höflich miteinander umzugehen und
einander zu respektieren. Sie sollen sich vor und nach dem Unterricht vor dem Lehrer
verbeugen. Es ist auch ein Zeichen von Höflichkeit rechtzeitig vor Beginn des Unterrichts
zu erscheinen.

Integrität (Yom Chi)

Integrität bedeutet unterscheiden zu können, was richtig und was falsch ist und die
Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen. Der Taekwondo-Schüler ist stets ehrlich
und versucht sein Leben nach hohen moralischen Ansprüchen zu gestallten.

Ausdauer (In Nae)

Ausdauer zu haben bedeutet geduldig zu sein. Eines der wichtigsten Geheimnisse auf
dem Weg ein Meister des Taekwondo zu werden ist es, jede Schwierigkeit mit Ausdauer
zu überwinden.

Selbstkontrolle (Guk Gi)

Durch die Selbstkontrolle unterscheidet sich der Taekwondo-Schüler von einem
Straßenschläger. Ein Verlust der Selbstkontrolle ist sowohl im Kampf als auch im Alltag
verheerend. Nach Lao Tse ist "der Stärkere diejenige Person, welche über sich selbst
siegt, anstatt über jemand anderen".

Unbezwingbarer Wille (Baekjul Boolgool)

Der wahre Taekwondo-Schüler gibt niemals auf, selbst wenn er mit unüberwindbaren
Schwierigkeiten konfrontiert ist. Selbst die schwierigsten Ziele können mit
unbezwingbarem Willen erreicht werden.


Der Taekwondo-Eid wurde von Choi Hong-hi aufgestellt:

Ich verpflichte mich, die Grundsätze des Taekwondo einzuhalten.
Ich verpflichte mich, meinen Trainer und alle Höhergestellten zu achten.
Ich verpflichte mich, Taekwondo nie zu missbrauchen.
Ich verpflichte mich, mich für Freiheit und Gerechtigkeit einzusetzen.
Ich verpflichte mich, bei der Schaffung einer friedlicheren Welt mitzuarbeiten.

Alle Taekwondo-Schüler sollten sich diesem Eid verpflichtet fühlen.

Unser Verein

Das erfolgreiche Angebot bei dem Sommerprogramm Ferienfaxen und das
Trockentraining mit dem Wintersportverein haben bei den Trainern Hugo Putz und
Sabrina Dorner den bereits bestehenden Wunsch nach einer Gründung eines
Taekwondo Vereins bekräftigt. Nach diesen lehrreichen Trainingseinheiten wurde
fleißig an den Statuten gearbeitet, ein Vorstand gegründet und Sponsoren gesucht.
Im Mai 2009 war es dann endlich soweit, unser Verein FaT Übersaxen wurde
gegründet. Nach anfänglicher Skepsis dürfen wir uns weiters über eine steigende
Mitgliederzahl freuen.

Seit 2010 sind wir stolze Besitzer des Qualitätssiegels für gesunde Bewegung "Fit für
Österreich".

Die Besonderheit unseres Vereines besteht darin, dass wir Fitness und Taekwondo
trainieren in Zusammenarbeit mit unseren Mitgliedern.

Wir haben bis heute einige spannende Ereignisse erleben dürfen. (siehe Berichte)